DIE ERKENNTNIS BEIM YOGA & WAS MICH AN UNSERER GESELLSCHAFT STÖRT

Erfolg, Geld und Perfektion scheinen die Werte der heutigen Gesellschaft zu definieren. Auch ich kann nicht leugnen, dass mich materielle Dinge reizen, ein gewisser Lifestyle Geld kostet und man beides nur durch Perfektion zu erreichen scheint. Nun kommt jedoch das große ABER, denn ich habe selbst erkannt und an anderen Menschen erlebt, dass diese drei vermeintlich wichtigsten Ziele einen am Ende des Tages vieler schöner Emotionen berauben. Bewusst lasse ich die Formulierung weg, dass „Geld nicht glücklich macht“, denn ein Leben mit Geld kann auf jeden Fall glücklich machen, dazu muss jedoch einiges mehr stimmen als der Kontostand und somit sind wir beim Thema des heutigen Artikels angelangt: im Einklang mit sich selbst sein.

Wenn du im Einklang mit dir selbst bist, bist du automatisch „perfekt“. In unserem leistungsorientierten System wird uns jedoch beigebracht, dass uns etwas glücklich machen soll und so vergessen wir, dass wir uns nur selbst glücklich machen können. Wir vergleichen uns mit anderen, zählen Dinge auf, die jemand mehr oder weniger als wir selbst haben und vergessen bei allem das Wesentliche, nämlich unsere innere Stimme. 

Wir westlichen Menschen denken, wir leben in Frieden. Dabei herrscht zwischenmenschlich so viel Krieg – Eifersucht, Neid, Hass, emotionale Gewalt… Warum sind Menschen in Krisengebieten oft viel friedlicher und solidarischer im zwischenmenschlichen Bereich? Weil sie sich auf das Wesentliche konzentrieren, auf sich selbst und ihre Nächsten und darauf, gemeinsam zu überleben. Es ist ein harter Vergleich, keine Frage, aber es macht deutlich, dass Glück empfinden von innen kommt und nicht von außen. 

Nun ist also die Frage, wie wir herausfinden, ob wir auf dem richtigen Weg sind: Leben wir in einer “glücklichen Illusion“ oder ist unser “Sein von Glück erfüllt“? 

Ich habe diese zwei Zustände lange verwechselt und dachte, dass ich glücklich bin. Meine zwei Hände haben nicht gereicht, um alles aufzuzählen, was mich hätte glücklich machen sollen. Für einen innerlich glücklichen Zustand muss ich jedoch überhaupt nichts aufzählen, sondern lediglich das Gefühl empfinden. Glück ist nicht messbar, man kann es nicht von einer Skala ablesen und man kann es nicht aufzählen. Glück ist einzig und allein ein Zustand, in den wir uns nur ganz alleine bringen können. 

All die offenen Fragen und das Gefühl, nicht richtig bei mir angekommen zu sein, haben mich dazu bewegt, mit dem Yoga anzufangen.

Doch auch hier hatte ich ein Missverständnis und dachte: Yoga macht mich ausgeglichener, Yoga macht mich glücklicher, Yoga macht mich schlanker, Yoga macht mich wacher, fitter, erfolgreicher, konzentrierter …. 

YOGA MACHT GAR NICHTS MIT DIR – DU MACHST ETWAS MIT YOGA

… wenn du dich zu 100% auf dich selbst konzentrierst. 

Ich habe dieses Thema und diese Erkenntnisse als Einstieg zu weiteren Yoga Artikeln gewählt. Denn es geht erst einmal nicht darum, dass wir jetzt Übungen machen, die ich vormache und du nachmachst. Beim Yoga geht es zuerst um dich und deinen geistigen Zustand. Yoga kann uns unglaublich stärken, das kann ich so behaupten, da ich jeden Morgen eine Einheit praktiziere und ich emotional seither ausgeglichener in den Tag starte. 

Wenn man die Macht dieser Worte und Einstellung verstanden hat, dass Yoga nichts mit einem macht, sondern wir etwas mit Yoga, ist die Grundlage für weitere Schritte geschaffen. So ist es übrigens auch mit dem Glück: Es macht dich keiner glücklich, wenn du das Glück nicht schon in dir trägst und spürst. 

Wenn das Verständnis hier noch nicht ganz klar ist, dann schreibe mir gerne einen Kommentar oder eine E-Mail oder vielleicht bist du schon viel weiter als ich und hast noch einen guten Rat für uns alle. 

Namasté

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4 Kommentare

  1. Avatar
    Tamina
    05/06/2019 / 22:26

    Liebe Kim, mit deinen inspirierenden Worten hast du mich neugierig auf Yoga gemacht. Hier bin ich auf den weiteren Weg mit dir gespannt.
    Mein Weg, zu mir zu finden, beginnt bei der Gartenarbeit. Wenn mich Gedanken plagen, fange ich an, das Unkraut zu jäten. Nach einer Weile erreiche ich den Punkt, dass ich nichts mehr denke und eins mit mir bin. Und wie beim Yoga vielleicht auch, tut mir dann zwar einiges am Körper weh, aber ich bin glücklich mit mir und mit dem, was ich hinter mir gelassen habe.

  2. Avatar 08/06/2019 / 8:42

    So so so traumhafte Bilder! Ich schau schon immer in deiner Instastory ganz begeistert deine Yoga-Übungen an. Vielleicht ist es an der Zeit, dass ich das auch mal ausprobiere.
    Hab ein tolles Wochenende!

    xx
    Hannah

    http://www.whitetulips.de

    • Kim
      Kim
      Autor
      10/06/2019 / 22:50

      Liebe Hannah,

      wie cool, dass du es auch dort verfolgst. Ich kann nur leider meistens im Urlaub oder an schönen Orten besser die Einheiten aufnehmen, als Zuhause. Aber ich bin auch noch lange kein Profi, taste mich ran und es macht mich sehr viel gefestigter in mir selbst – kann es nur empfehlen.

      xx Kim

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