FRAUEN IN AFGHANISTAN UND DIE BUNDESTAGSWAHL IN DEUTSCHLAND

Am 11.09.2001 stürzt ein Mann Kopf über aus dem World Trade Center. Das Bild geht um die Welt. In Folge des Attentats begann der Afghanistan Krieg. So ziemlich genau zehn Jahre später wird Kabul vom Taliban übernommen. Menschen wollen flüchten, doch die meisten bleiben zurück. Stattdessen gehen Bilder um die Welt, die erschüttern. Ab jetzt gibt es unzählige Kapitel, die ich aufschlagen könnte und beschränke mich daher auf zwei, die mir wohl am nächsten sind. Zum einen schreibe ich über die Mädchen und Frauen aus Afghanistan, die von den Regeln der Taliban unterdrückt werden. Ich möchte hier meine Stimme erheben und mich für mein Geschlecht stark machen. Wie können wir aus der Ferne helfen? Zum anderen läuft es mir kalt den Rücken runter, wenn ich an die Bundestagswahlen in Deutschland am 26.09.2021 denke. Jede Stimme zählt wohl mehr denn je – warum? Ich versuche reflektiert und mit einer Menge an Einarbeitung in alle Themen, hier einen Überblick zu geben. 

GIRLS AND WOMEN OF AFGHANISTAN 

„What’s happening in Afghanistan today is going to put this country 200 years back.“ 

Mahbooba Seraj (Founder of the Afghan Women´s Network) 

Erinnert ihr euch noch an den Artikel: WIE WIR UNSERE MEINUNGSFREIHEIT MISSBRAUCHEN, WÄHREND ANDERE SCHWEIGEN MÜSSEN ? Ich kann den Abschnitt genau so hier wieder reinkopieren: Journalist*in, Designer*in, Model, Yogalehrer*in sind in Deutschland anerkannte Berufe, die auch mich in meinem Alltag begleiten. Männer und vor allem Frauen in Afghanistan dagegen bringen sich damit in ernste Gefahr. Und das ist kein Geschehen von damals, sondern die unmittelbare Realität. 

Unter den Regeln der Taliban ist es Frauen nicht gestattet zu arbeiten, zur Schule zu gehen oder einfach nur ihr eigenes Haus zu verlassen. Viele Frauen fliehen und erzählen ihre Geschichte in folgenden Büchern: 

  • Samira Shariff – Der Schleier der Angst 
  • Suzanne Fisher Staples – Die Sterne über Peschawar 
  • Khaled Hosseini – Tausend strahlende Sonnen oder Traumsammler 
  • Jenny Nordberg – The Underground Girls of Kabul 

Manchmal frage ich mich, wie ich aus meiner privilegierten westlichen Welt jemals ein Verständnis für dieses Szenario entwickeln kann? Es muss ein Austausch stattfinden. Frauen dort müssen gehört und unterstützt werden. Gerade ich als Journalistin stehe hinter nichts mehr als einer eigenen Meinung, aber aus einer gelungen reflektierten Haltung heraus. Diese entwickeln wir, wenn wir uns breitgefächert informieren. Schlussendlich können wir handeln, in dem wir spenden und auf Organisationen wie Afghanischer Frauenverein e.V. aufmerksam machen. Hier werden Spenden gesammelt, um den Frauen mit Kindern vor Ort Schutz und Überlebensmöglichkeiten zu bieten. Ein anderer großer Schritt ist natürlich, Geflüchtete aufzunehmen und ihnen ein Dach über dem Kopf zu schenken. In diesem Sinne komme ich zu dem zweiten großen Thema, den Bundestagswahlen in Deutschland. 

BUNDESTAGSWAHLEN 

Am 26.09.2021 finden die Bundestagswahlen statt und mir läuft ein Schauer über den Rücken, wenn ich daran denke, was die Flüchtlingsdebatten für eine Bewegung auslösen könnten.

An der Flüchtlingsfrage will sich nun natürlich keine Partei ihre Finger verbrennen. Wir befinden uns genau jetzt in der heißen Phase des Wahlkampfs. Im engeren Sinne bedeutet das das direkte Werben politischer Parteien oder Kandidaten um Stimmen der Wahlberechtigten vor einer Wahl bezeichnet. Ich wohne beziehungsweise arbeite im Moment nicht in Deutschland, meine Wurzeln und mein Standbein sind trotzdem dort verankert. Daher möchte ich expliziert auch die Briefwahl ansprechen. Jede Stimme zählt mehr denn je. Außerdem versuche ich mich der französischen Politik zu nähen. Im Grunde bekomme ich ein viel breitgefächertes Meinungsbild und Möglichkeiten der Führung eines Staates mit. Doch wir sind entscheidende Träger. Denn wir haben das Privileg einer Demokratie und sollten dieses wohl gebildet wie wir hier existieren dürfen auch nutzen. 

Wiederholt sich die Krise von 2015? 

Zwischen 2003 und 2013 lag die Zahl der Asylbewerber in Deutschland durchschnittlich bei 34.000 pro Jahr. 2014 stieg sie auf 173.000, und seit dem Frühjahr 2015 nahm sie noch einmal erheblich zu.[1]

Mitte August 2015 erhöhte die Bundesregierung ihre Prognose für das gesamte Jahr deshalb auf 800.000 Flüchtlinge,[2] überwiegend aus Syrien, dem Irak und Afghanistan. (Quelle beb.de

Ich lege euch diese Seite ans Herz: https://www.bundestagswahl-2021.de – bleibt auf dem neusten Stand, nutzt eure Stimme! 

Zusammenfassend erschüttert mich, dass diese eine Welt, auf der wir alle existieren, doch so unterschiedlich und zerrüttet ist. Manchmal frage ich mich auch, wie das eigentlich alles sein kann. Durch meine Reisen und offene Art habe ich freunde von überall aus der Welt. Ich unterhalte mich, ich bin interessiert und engagiert. Kulturen, Religionen, Einstellungen und Lebensmodellen begegne ich offen gegenüber – irgendwie reicht es nicht, irgendwie verstehe ich trotzdem vieles nicht und alles bleibt eine Blase. Doch das Ausmaß der Tragödie in Kabul droht wirklich jede einzelne Blase, in der wir existieren, zum Platzen zu bringen. 

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