SO FINDEST DU DEINEN WOHNSTIL

Scandinavian, bohemian, modern, minimalistisch, antik – es gibt so viele Möglichkeiten, seine Wohnung einzurichten, dass die Entscheidungen schwer fallen und die Auswahl überfordernd ist. Doch unser Zuhause ist, neben unserem Körper, der wichtigste Ort, an dem wir uns wohl fühlen sollten. Ich bin in meinen vier Jahren in Berlin nun schon vier Mal umgezogen und möchte euch aus meinen Erfahrungen heraus Tipps geben, wie ihr zu eurem persönlichen Wohnstil findet. 

Mit diesen 4 Tipps schaffst du es, eine klare Linie beim Einrichten zu schaffen und dich selbst besser kennenzulernen. Ich bin natürlich sehr gespannt, ob euch meine Tipps Orientierung schenken. Hinterlasst gerne einen Kommentar unter dem Artikel – wie seid ihr eingerichtet? 

FOLGE KEINEN TRENDS, SONDERN DIR SELBST 

Bevor wir anfangen eine Wohnung einzurichten, haben wir diesen bestimmten „Wow-Effekt“ im Kopf. Wir erhoffen uns eine bestaunende Reaktion unseres Besuches. Daher lassen wir uns schnell verleiten, Trends aus Magazinen zu folgen, die zumindest schon von einer bestimmten Masse mit einem „Wow“ ausgezeichnet wurden. In meinen Augen sind das vergängliche Trends, die wenig über die eigene Persönlichkeit aussagen. Das Zuhause sollte jedoch der persönlichste Ort überhaupt sein. Die Auseinandersetzung mit sich selbst tut übrigens sehr gut – was will ich wirklich, wer bin ich und mit welchem Stil drücke ich das aus? 


Ich habe für mich entdeckt, dass ich antike Gegenstände mag, wie einen massiven Sekretär, den meine Mama auf Ebay für mich gefunden hat. Ich habe mir ein Stück Geschichte in meine Wohnung geholt und schreibe diese nun weiter. Auch Bilder lasse ich zum Beispiel gerne auf Holz drucken und suche nach Motiven, die Raum für Interpretationen lassen – erinnert ihr euch an mein Wandbild „Frühstück im Grünen“? 

TREFFE EINE ENTSCHEIDUNG, AUF DER DU AUFBAUST 

Hier geht es vor allem um Formen und Farben. Natürlich gibt es unzählig viele Farben auf der Welt, die wunderschön sind. Um jedoch weiterhin die klare Linie durchzuziehen, macht es Sinn, sich ein Farbkonzept zu überlegen und eine Farbe als die dominierende zu bestimmen. 

Bei mir ist das Beige. Ich glaube, in meiner Wohnung habe ich keinen Beigeton ausgelassen, jedoch passt so alles zusammen, fügt sich und lässt Raum für neue Ideen und Farbakzente. Man kann jedoch auch mit Komplementärfarben arbeiten, wie es der berühmte Künstler Van Gogh so gerne tat. Das Merkmal hier ist in der Farblehre, dass beim Mischen Schwarz oder Weiß entsteht. Ein gelber und blauer Stuhl werden keinen schwarzen ergeben, aber von dem Auge wird diese Kombination als ästhetisch wahrgenommen, wie die gelbe Sonne am blauen Himmel. Wenn Pflanzen eine große Rolle spielen, sollte hier auf das dominierende Grün Rücksicht genommen werden. 

LASS DICH INSPIRIEREN, LASS DIR HELFEN 

Wenn du eine Entscheidung für dich getroffen hast, dann teile sie. Wenn du mit jemandem zusammenziehen wirst, solltet ihr euch beide getrennt voneinander Gedanken machen. So finden beide Persönlichkeiten ihren Platz und geben nach dem Austausch von Gemeinsamkeiten und Unterschieden ein passendes Konzept. Feedback ist wichtig, um auch immer wieder daran erinnert zu werden, was die Idee war und wohin der Weg gehen soll. Manchmal kennen dich deine Mitmenschen auch so gut, dass sie dir hilfreiche Tipps und Denkanstöße geben können. 

Um wieder auf meinen Sekretär sprechen zu kommen, diesen hat meine Mama für mich entdeckt und ich bin ihr sehr dankbar dafür. Mein Papa hatte ganz früher an meinen Schrank im Kinderzimmer individuelle Knöpfe an meinen Kleiderschrank angebracht. An die Idee habe ich mich erinnert und ebenso an meinen Schrank von Ikea ganz unterschiedliche Knöpfe gebohrt. Der Schrank wurde mit einem leichten DIY-Trick individuell. 

TREFFE BEWUSSTE KAUFENTSCHEIDUNGEN

Du siehst, wie viele Schritte es braucht, bis überhaupt erst ein Teil gekauft werden kann. Einfach drauflos shoppen endet meist in Fehlkäufen. Diese sind weder nachhaltig für die Umwelt, noch für dich. Es ist daher wichtig, einen passenden Wohnstil zu finden, da uns die Möbel auf längere Zeit begleiten sollen. Sie es als Fundamente, auf denen du dien Leben aufbaust. Auch hier kann es natürlich Anpassungen und Veränderungen geben. Dann treffe hier die Entscheidung und Veränderung jedoch bewusst und reflektiert. Entscheide nicht aus einer Laune heraus, die du später bereust und keinen Nutzen in deiner Wohnung dafür findest. Wenn du deine Wohnung als Teil deiner Seele betrachtest, gehst du viel behutsamer mit ihr um und triffst wahrscheinlich die besseren Entscheidungen. 

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2 Kommentare

  1. Avatar
    Tamina
    09/01/2020 / 11:16

    Das, was man von deiner Wohnung schon sehen konnte, gefällt mir sehr gut und passt sehr gut zu dir.
    Ich denke, dass es auch sehr wichtig ist, dass man sich Zeit lässt und die Wohnung erst auf sich wirken lassen muss bevor man jede Ecke im Vorfeld schon eingeräumt hat. Ich persönlich kann mich sehr gut in leere Räume und Grundrisse reindenken und täusche mich selten in der Umsetzung meiner Pläne. Es gibt aber auch andere, denen es sehr schwer fällt und sich überfordert fühlen mit einem Umzug und der Planung. Diesen kann ich auch nur raten, sich Unterstützung zu holen. Bei Familie, bei Freunden oder auch Experten. Denn es fängt ja schon mit dem Boden an…..diesen falsch gewählt, wechselt man nicht so schnell aus.

    • Kim
      Kim
      Autor
      09/01/2020 / 19:28

      Liebe Tamina,

      da hast du natürlich völlig recht. Ein weiterer Punkt, den man sehr gut mitzunehmen sollte. Gerade bei einem Einzug ist man aufgeregt und möchte sich gleich heimisch und wohl fühlen, doch gerne sage ich mir: Wenn du es eilig hast, gehe langsam.

      Vielleicht komme ich das nächste Mal auf dich zurück, denn mir fällt es eher schwer, mich in Räume einzudenken. Ich muss tatsächlich immer erst ein Gefühl dafür bekommen und mich etwas zurecht finden. Deine Freunde und Familie können sich glücklich schätzen 🙂

      Liebst
      Kim

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