VERLIERE ICH MICH IN PARIS? 5 TIPPS GEGEN EINEN UNRUHIGEN GEIST

Ich habe eben meine Augen geöffnet, mir die Tränen abgewischt und nehme in diesem Moment das wache und erleichterte Gefühl in mir wahr. Ich schließe den offenen Tab am Laptop mit der Meditation geleitet von Veit Lindau. Aus meiner Trance wache ich langsam auf und gefühlt schwebe ich in Richtung Küche. Ich mache mir einen Kaffee, drücke zwei Mal auf Espresso und kippe genau so viel Hafermilch dazu. Eine Minute aufheizen in der Mikrowelle und ich setze an den Lippen an. Runter mit dem Koffein. Ich laufe zum Fenster und starre über  die Dächer von Paris. Ich liebe diese Stadt, aber mich heute ganz und gar nicht. Ich erinnere mich an die Meditation und dass ich dem Gefühl von Unsicherheit in meinem Unterbewussten begegnet bin, welches ich darauf berufe, dass ich mich nicht sonderlich geborgen fühle. Mein Zuhause ist die Welt, das Universum und doch gehöre ich nirgends hin. Ich renne Menschen, Städten, Optionen, dem Leben hinterher und möchte auf der Überholspur gekonnt jede Kurve kratzen. Heute wirft es mich einfach nur aus der Bahn. Ich nehme eine andere Strecke, auf der ich wegrenne. Ich bin so sehr damit beschäftigt, gehetzt zu sein, dass ich das Gehen vergesse. Jetzt stehe ich einfach nur da und muss mich selbst ertragen.

In diesem Artikel lass ich euch an den Methoden für einen unruhigen Geist teilhaben. Ein unruhiger Geist begleitet mich nämlich schon immer, nicht erst seit der Pandemie. Ich versuche mein Leben nicht so sehr von diesen Monaten im Ausnahmezustand abhängig zu machen. Ich hatte auch so schon herausfordernde Zeiten in meinem Leben. Nur habe ich diese eben nicht in einem Kollektiv erlebt. Im Moment existiert für die Menschheit einfach eine andere Realität und natürlich schmeckt dieser Zustand keinem. Vielleicht war das Leben davor aber kein Normalzustand? Sondern eine künstlich aufgebaute heile Welt. Jede Seifenblase platzt eines Tages. Ich nehme mir nicht raus, diese Phasen zu beurteilen oder sie zu betiteln, aber ich darf zum Denken anregen, oder? Erleben tut, trotz der gleichen Umstände, tatsächlich jeder eine andere Pandemie. Unser Leben unterliegt einem Konstruktivismus – einer Welt, die wir uns mit unserem Geist konstruieren. Daher liegt mir auch so viel daran, stets an meiner mentalen Gesundheit zu arbeiten. Ein funktionierender Körper muss mit einem gesunden Verstand einhergehen. 

DIE PANDEMIE ALS SPIEGELBILD

Eigentlich ist die Pandemie ein Spiegelbild für jeden einzelnen von uns. Wo stehe ich mit meiner körperlichen Gesundheit, wo mit meiner mentalen / wer bin ich, wenn die Erlebnissgesellschaft nicht mehr meinen Alltag bestimmt, sondern ich selbst / wie nutze ich meine Zeit, lese ich, schaue ich triviale Netflixserien, mache ich Homeworkouts oder gehe ich in die Natur / was esse ich in dieser Zeit, ernähre ich mich gesund, trinke ich mehr Wein, gönne ich mir zu viel Schokolade / wo treibt es mich hin, zu meiner Familie, in eine andere Städte, gehe ich schneller oder langsamer / schrecken mich auferlegte Regeln ab oder nehme ich sie als Hindernis, aber nicht als Problem an. 

Im Moment überschlagen sich die Fragen in meinem Kopf und ich suche vermehrt nach Antworten. Ich kann Tatsachen und Emotionen nicht einfach hinnehmen. Ich muss ihren Ursprung entdecken, diesem begegnen und dann daran arbeiten. Das kostet mich so viel Energie. Aber so ist das Leben mit einem unruhigen Geist. Oft sind wir im Leben so sehr damit beschäftigt, uns ständig optimieren zu wollen. Ich habe mich von dem Optimierungsansatz distanziert und möchte mich wenn überhaupt reparieren, in dem ich das Leck erkenne. 

5 TIPPS GEGEN EINEN UNRUHIGEN GEIST

Meditation 

Ich bin ein großer Fan von geführten Meditationen und mache diese gerade täglich. Warum geleitete Meditationen? Sie führen dich von deine unsortierten Gedanken weg und du musst dich auf die Wort konzentrieren. 

  • Deutsch: Veit Lindau 
  • Englisch: Dr. Dispenza 

Reden 

Worte für Gefühle zu finden hilft, die Gedanken einzuordnen. Erleichterung macht sich breit, wenn Sachen ausgesprochen werden. Klingt eigentlich selbstverständlich? Dann frage dich ganz ehrlich, wie oft du offen über deine Gefühle sprichst. Manchmal fühle ich mich auch genau dann einsam, wenn ich das Gefühl mit niemandem reden zu können. Aber ist das so oder gibt es da immer eine Person, die dir ein offenes Ohr schenkt? 

Schreiben 

Manche Gedanken möchte manchmal ganz bewusst nicht teilen, Ich möchte die Geschichte, das Erlebte und das Gefühl einfach mit mir selbst ausmachen. Dann schreibe ich in mein Tagebuch. Kein vorgefertigtes Journal, keine Fragen. Ich nehme mir die Zeit, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Wenn ich es schaffe komplett abzuschalten, dann führt der Stift mich von alleine und am Ende habe ich da ein Problem oder eine Lösung stehen. Manchmal möchte ich das Geschriebene aber auch gar nicht bewerten oder einordnen. 

Co-Star App

Ich habe mich bei der App angemeldet und checke diese seither regelmäßig. In Phasen, in denen ich glücklich und viel unterwegs bin schau ich weniger, was die Sterne sagen. Aber wenn der Geist wieder unruhig ist, dann helfen mir die Mantras. Manchmal schenken sie mir Antworten, manchmal Denkanstöße. Die App gibt mir irgendwie Halt und Inspiration 

Spazieren 

Nachdem wir uns in den ersten vier Punkten wieder viel dem Geist widmen hilft es auch manchmal, einfach den Körper in Bewegung zu bringen. Ich muss mit meinem Hund regelmäßig vor die Tür und jeder Spaziergang ist auch eine kleine Erfrischung und Neupositionierung für mich.

Ich möchte gar nicht mehr aufzählen, denn ich glaube, dass unser größtes Problem heutzutage ist, dass wir reizüberflutet sind. Den Artikel kann ich vor allem mit den Worten abschließen, dass wir nicht alleine sind. Wir alle gehen durch Höhen und Tiefen.

Folgen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.